
Nach dem Klaus Zumwinkel, bis heute Vormittag Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post, gestern kurzzeitig verhaftet wurde, wurde ich doch aufmerksam. Schließlich geht der Staat nicht oft gegen solch mächtige Persönlichkeiten vor. Als ich dann hörte, es gehe um Steuerhinterziehung, bin ich davon ausgegangen, dass sich das alles eh wieder tot laufen wird und es jetzt viel Rauch um nichts gibt. Zur Bestätigung wurde Zumwinkel schließlich am Abend gegen Kaution wieder auf freien Fuss gesetzt.
Wie sich aber heute heraus stellt, scheint dieser Fall Dimensionen zu haben, die bisher in der Bundesgeschichte einmalig sind. Die Medienberichte sprechen von bis zu 1000 oftmals illustre Personen die ebenfalls ihre Geld am deutschen Fiskus vorbei in Stiftungen in Lichtenstein angelegt haben. Es ist von bis zu 4 Mrd. Euro(als Zahl 4.000.000.000,00 EUR) die Rede.
Ich könnte mir vorstellen, dass da im Moment einige Leute ziemlich am schwitzen sind und die breite Öffentlichkeit darf gespannt sein, welche Namen in diesem Skandal noch fallen werden.
Mitleid habe ich allerdings keines, unter der Voraussetzung, es bewahrheitet sich alles wie zum jetzigen Zeitpunkt angenommen. Wir reden hier schließlich von Leuten, die genug Geld haben, um es im Ausland zu parken . Dann muss die Frage schon gestattet sein, was die Leute davon haben. Genug Geld haben sich alle mal und ihre Kinder werden auch zukünftig nicht am Hungertuch nagen müssen. Weshalb also meinen die Herren und Damen, ihr Geld im Ausland deponieren zu müssen. Aber naja, mir fehlt da halt wahrscheinlich die richtige Ebene, hatte halt noch nie ne Millionen zum mal auslagern (wohin auch auch immer).
Ein Artikel bei Spiegel Online zum Thema findet man unter anderem hier.
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Der Fall Zumwinkel ist bestimmt nur die Spitze des Eisberges, aber 4 Mrd € dürften auch zu hoch gegriffen sein, denn dann müßte jeder im Durchschnitt 4 Mio € nachzahlen. Selbst unter Berücksichtigung von monatlichen Zinsen in Höhe von 0,5 % erscheint dies unrealistisch.
Das eine Menge Leute ins “Schwitzen” kommen, kann sein, deutet aber auf Panik hin und die ist absolut nicht nötig. Soweit man es der Presse entnehmen kann haben die Ermittlungsbehörden in vollem Bewusstsein ein Verbrechen unterstützt, sie haben gestohlene Dateien erworben. Vor diesem Hintergrund ist es nicht auszuschließen, dass die Erkenntnisse einem Verwertungsverbot unterliegen. Warum also eine Selbstanzeige?